Künstliche Intelligenz im Rollenspiel

Nein, es geht nicht um freidrehende Killer-Roboter, die ein apokalyptisches Endzeit-Szenario als Rollenspiel-Setting verkörpern. Auch Computergegner in PC-Rollenspielen sollen nicht Thema sein. Vielmehr verrät Euch der Schelm, welche fantastischen Möglichkeiten zur Bildgenerierung neuronale Netze mittlerweile bieten, und wie Ihr das nutzen könnt, um Eure Heldendokumente oder Meisterpersonen aufzuhübschen.

Dieser Artikel behandelt das selbe Thema wie die SchelmSchau vom 11. Januar 2021. Wer sich lieber per Video berieseln lässt als lange Texte zu lesen, sei auf das YouTube-Video verwiesen.

Das Thema

Warum beim Namenlosen sollte ein DSA-Blogger auf die seltsame Idee kommen, ausgerechnet einen Artikel über künstliche Intelligenz zu verfassen? Sollte nicht gerade der Rollenspiel-Tisch, mit seinen heißgeliebten altmodischen Würfeln, mit Bleistiften und Papier, mit liebevoll auf alt getrimmten Handouts und mittelalterlichen anmutenden Requisiten, eine letzte Oase der Computer-Abstinenz und der rein menschlichen Interaktion sein? Ja, das sollte er meiner Meinung nach. Aber das heißt ja nicht, dass sich nicht auch der ein oder andere Blick nach links oder rechts lohnen würde, ob es nicht technische Entwicklungen gibt, die auch uns altmodischen Pen&Paper-Rollenspielern den Abenteuer-Alltag irgendwie erleichtern könnten.

Wer sich also durch diesen Artikel gekämpft hat, wir hoffentlich am Ende wissen, was künstliche neuronale Netzwerke sind, was mit Deep Learning bereits heute technisch möglich ist, und wie wir diese Technologie nutzen können, um vom Computer Grafiken erstellen zu lassen oder Geschichten erfinden zu lassen.

Eine Warnung vorweg: Alles, was Ihr in den folgenden Abschnitten zu lesen bekommt, ist eine sehr einfache, aber vermutlich auch sehr trockene Zusammenfassung der Funktionsweise von neuronalen Netzen. Wen das nicht interessiert, der möge sie bitte überspringen. Der Schelm findet dieses Kapitel aber trotz fehlendem DSA-Bezug sehr spannend. Ja, der Schelm ist schon seltsam...

Die Neuronalen Netze

Das Thema Künstliche Intelligenz ist wahrlich kein neues, schlagen sich doch schon seit vielen Generationen kluge Köpfe damit rum, wie man Maschinen das Denken beibringen könnte. Und welche Möglichkeiten und Gefahren dies mit sich bringen könnte. Ungefähr zur selben Zeit, als Science Fiction Legende Isaac Asimov 1942 seine berühmten Robotergesetze erstmals beschrieb, stellten die beiden amerikanischen Psychologen Warren McCulloch und Walter Pitts die Theorie auf, dass sich mit künstlichen vernetzten Elementen - ähnlich den Neuronen im Gehirn - beliebig komplexe logische und arithmetische Funktionen nachbilden lassen. Das künstliche Neuron war geboren!

Ein biologisches Neuron (oben) und die mathematische Nachbildung eines Neurons (unten)


Das Prinzip des Neurons ist in der Natur wie in der mathematischen Nachbildung sehr einfach: Ein Neuron ist eine Nervenzelle mit Eingängen und Ausgängen. Über die eingehenden Verbindungen zu anderen Zellen (Dendriten) gehen elektrische Reize ein. Sind genug Impulse im sogenannten Axon zusammengekommen, wird die sogenannte Aktivierungsschwelle überschritten: Die Zelle "feuert", d.h. sie schüttet von sich aus Ionen aus, die nun wiederum andere benachbarte Zellen aktivieren können.

Ähnliches geschieht auch im künstlichen Neuron: Eingehende Zahlenwerte werden mit Gewichten (die quasi die Leitfähigkeiten des jeweiligen Dendriten zum Axon nachbilden) multipliziert und aufsummiert. Dies führt über eine Aktivierungsfunktion zu einem skalaren Ausgangswert, der dann wiederum Eingabewert für andere künstliche Neuronen sein kann. Ist die Aktivierungsfunktion eine Rechteck-Funktion, entspricht das Verhalten der Zelle dem Feuern des biologischen Neurons. Aus Gründen der Ableitbarkeit (die z.B. für die Backpropagation benötigt wird) werden aber meistens S-förmige Sigmoid-Funktionen oder ähnliche stetige Funktionen verwendet.

Nun hatte man also künstliche Neuronen, und konnte auch schon relativ früh viele davon zusammenschalten, um eine einfache Mustererkennung zu realisieren. Sehr spannend finde ich diesem Zusammenhang das Mark 1 Perceptron von 1958, das mit einer kruden 20x20 Pixel auflösenden Kamera und durch Motoren betriebene Potentiometer einfach Objekterkennungs-und Klassifizierungsaufgaben erledigen konnte. Leider gab es dabei ein Problem: Das Perzeptron konnte selbst einige der einfachsten Rechenoperationen (z.B. eine XOR-Operation) nicht lösen. Was der KI-Forschung für viele Jahre den vorläufigen Todesstoß versetzte.

Eine kleine Auswahl der gängigen Typen von Neuronalen Netzwerken


Doch neue Ansätze brachten die Neuronalen Netze zurück: Statt des einschichtigen Perzeptrons fing man an, in den sogenannten Feed-Forward-Netzen verdeckte Zwischenschichten von Neuronen einzubauen, die auch nicht-lineares Verhalten nachbauen und damit die Beschränkungen des Perzeptrons umgehen konnten. Durch die Backpropagation wurden die Gewichte der Neuronen so angepasst, dass der Fehler der Ausgangswerte minimiert wurde... die Netze "lernten" auf die richtigen Antworten zu kommen. Um auch zeitliche Faktoren berücksichtigen zu können, wurden die Recurrent Neural Networks entwickelt, bei denen die Ausgänge der Zellen mit den Eingängen benachbarter oder vorheriger Neuronen verbunden sind... die Netzwerke bekamen ein Verständnis für zeitliche Verläufe, unentbehrlich z.B. in der Spracherkennung. Im Laufe der Zeit und mit steigenden Rechnerkapazitäten wuchsen auch die Möglichkeiten der neuronalen Netze. Es wurde möglich, Netzwerke mit vielen vernetzten Zwischenschichten in vertretbarer Zeit zu trainieren, was unter dem Oberbegriff Deep Learning zusammengefasst wird. Das neue goldene Zeitalter für KI und neuronale Netze brach an!

Die Bild-Verschlagwortung

Wir Menschen sind sehr gut darauf spezialisiert, Gegenstände und Lebewesen zuverlässig mit unseren Augen zu sehen und zu erkennen. Selbst Babys lernen sehr schnell, Personen zu identifizieren oder ihr Lieblingsspielzeug zu erkennen, lange bevor sie sitzen, laufen oder sprechen können. Für Computer allerdings war es ein langer Weg, bis endlich einigermaßen zuverlässige Bilderkennungen umgesetzt werden konnten.

Will man Bilderkennung und -klassifizierungen durchführen, verwendet man heute sogenannte Convolution Kernels, deren Funktionsweise sich am menschlichen Auge orientiert: Die eingehenden Bildinformationen von den ca. 125 Millionen Sehzellen der Netzhaut - den Stäbchen und Zapfen - werden dabei auf die ca. 1 Million Nervenfasern des Sehnervs zusammengefasst. Auf der so stark verringerten Anzahl Eingangsinformationen lässt sich dann wiederum eine Mustererkennung mit Deep Feed Forward Netzen durchführen.

Im Jahre 2010 fand die erste ImageNet-Challenge statt, ein Wettbewerb, bei dem aus einer riesigen Datenbank an Bildern eine Untermenge automatisch verschlagwortet werden muss. Ist also auf einem Foto ein Hund zu sehen, muss das neuronale Netz einen Ausgangsknoten für die Klasse "Hund" haben, an dem, nachdem die Bilddaten das Netz durchlaufen haben, ein hoher Wert herauskommt. Verglichen werden die Ergebnisse mit Referenz-Schlagworten, die von Menschen in mühsamer Handarbeit für 14 Millionen Bilder eingegeben wurden. Je geringer die Fehlerquote der automatisch verschlagworteten Bilder ist, desto besser. In den acht Jahren, die dieser Wettbewerb lief, gelang es den beteiligten Wissenschaftler-Teams, die Fehlerquote von ca. 25% auf unter 5% zu verringern - ein Wert, den selbst Menschen nicht erreichen! Zumindest in der Erkennung der 1000 vorgegebenen Objektklassen hatten die Computer ihre menschlichen Herren deutlich übertroffen!

Was heißt das nun konkret für uns Rollenspieler? Nun, zum Beispiel kann heutzutage jeder von uns sein Handy aus der Tasche ziehen, in seiner Foto-App das Stichwort "Auto" eingeben, und das Handy sucht automatisch alle gemachten Fotos heraus, auf denen ein Pkw zu sehen ist. Na toll! Und was soll mir das bitte am Spieltisch bringen? Gemach, gemach. Dazu kommen wir noch.

Die GANs

Nein, in diesem Abschnitt geht es nicht um irgendwelche traviagefälligen Haustiere, sondern um sogenannte Generative Adversarial Networks. Halt, halt, nicht abschrecken lassen! Hinter diesem sperrigen Begriff steckt ein ganz einfaches Prinzip!

Stellt Euch einen aufstrebenden Kunststudenten vor, der versucht ein Pferd zu zeichnen. Er zeigt seinen ersten, miserablen Versuch seinem Kunstlehrer. Diese ist entsetzt, kann in dem Gekritzel kein Pferd erkennen, und sagt dem armen Studenten schonungslos dass das Pferd auf diesem Bild kaum zu erkennen ist. Er versucht es erneut, erstellt ein ganz neues Bild, und zeigt es wieder der seinem Lehrer. Dieser wird antworten, dass das Bild immer noch schlecht sei, aber schon etwas besser wäre. Und so macht sich der Künstler erneut an die Arbeit. Irgendwann, nach vielen Hundert Versuchen, gelingt es ihm endlich ein Bild von einem Pferd zu zeichnen, das den Wohlwollen seines Kunstlehrers findet.

Genau das gleiche Vorgehen verwenden GANs, die eigentlich zwei verbundene kooperierende neuronale Netzwerke sind. Ein Netzwerk erhält als Eingangswert irgendein Zufallsrauschen und erstellt daraus ein Ausgangsbild, und das andere Netzwerk schaut sich dieses Bild an, um es zu klassifizieren. Je nach gewünschtem Label ("Pferd") werden die Gewichte beider Netzwerke durch Backpropagation angepasst und ein weiterer Durchgang gestartet. Irgendwann, so die Hoffnung, lernt das erste neuronale Netz ein Eingangsrauschen in schöne Bilder (z.B. von einem Pferd) zu verwandeln, und das zweite Netz solche Bilder besser zu klassifizieren.

2015 - Deep Dream

Genug der trockenen und theoretischen Vorrede. Lasst uns nun einmal gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten uns die genannten Technologien bieten. Mein erster Kontakt mit GANs ist jetzt etwas mehr als fünf Jahre her: Damals ging eine Schlagzeile durch die Presse, die bei mir für Stirnrunzeln und amüsiertes Lächeln, aber kaum für echtes Interesse sorgte: "Google bringt Computern das Träumen bei!" Ein neuronales Netzwerk namens DeepDream war also in der Lage, existierende Bilder zu nehmen und in psychodelische "Traumbilder" zu verwandeln, bei denen überall Augen, Tierköpfe und ähnliche Bildfragmente auftauchen. Ganz amüsant, sicherlich - aber was sollte das bringen?

DeepDream glaubt im Charypto-Rex-Cover Hundegesichter und Kugelfische zu entdecken


Das zu Grunde liegende Prinzip ist mit unserem neu gewonnenen Wissen schnell erklärt: Man nehme ein neuronales Netz zur Bild-Verschlagwortung (siehe oben) wie z.B. das Inception-Modell von Google, und jage ein existierendes Bild - wie im Beispiel das Bild von Charypto Rex - hindurch. Wir erhalten eine Menge von Schlagworten, die jeweils zu einem gewissen Grad erfüllt sind. So weit, so bekannt. Nun nehme man einige der Schlagworte, die eigentlich nicht erfüllt sind, und erhöhe ihren Wert willkürlich. Mit diesem eigentlich falschen Ergebnisvektor durchlaufen wir das Netz nun rückwärts, wie im Backpropagation-Verfahren. Doch anstatt wie beim Anlernen des Netzes die Gewichte des Netzes zu verändern, propagieren wir hoch bis zur allerersten Schicht: Dem Eingangsvektor! Damit ist das neuronale Netz unverändert geblieben, aber das Eingangsbild wurde verändert! Und zeigt nun Bilddetails, die eigentlich gar nicht vorhanden waren! Auf diese Weise kann man z.B. untersuchen, aufgrund welcher Stelle des Bildes das neuronale Netz auf die Anwesenheit eines falschen Schlagworts geschlussfolgert hat, d.h. man kann dieses Verfahren zum "Debuggen" seines neuronalen Netzes verwenden.

Welchen praktischen Nutzen hat DeepDream nun für uns Rollenspieler? Keinen besonders großen: Man könnte damit für etwaige Traumsequenzen oder Feen-Globulen-Szenen psychodelische Varianten existierender Bilder erzeugen, z.B. seltsame Chimären, denen Pflanzen oder Tierköpfe aus dem Körper wachsen. Vermutlich wird man es also nicht allzu oft einsetzen - bitte schreibt mal in den Kommentaren, ob Euch sinnvolle Anwendungen für DeepDream am Spieltisch einfallen.

2016 - Pix2Pix

Schon ein knappes Jahr später machte eine ähnliche Kuriosität die Runde, diesmal mit einem für den Benutzer schon eher ersichtlichen Nutzen: In dem Paper Image-to-Image Translation with Conditional Adversarial Nets (meist nur Pix2Pix genannt) wird die Möglichkeit vorgestellt, aus Paaren von Bildern ein neuronales Netz so zu trainieren, dass man aus neuen, noch nicht bekannten Bildern das zugehörige Partner-Bild erzeugen kann. Klingt erstmal recht abstrakt, wird aber sehr anschaulich, wenn sich die Beispielbilder ansieht: Da werden aus bei Tag aufgenommenen Fotos plötzlich Nachtaufnahmen, Schwarz-Weiß-Fotos werden automatisch koloriert, und aus Skizzen von Handtaschen werden plötzlich halbwegs echt aussehende "Fotos" von Handtaschen.

Aber nicht nur das: Zusätzlich zum Artikel gab es schon bald auch eine interaktive Online-Demo, in der man sich selbst kreativ austoben und aus eigenen Skizzen von Katzen, Handtaschen, Schuhen und Hausfassaden annähernd fotorealistische Aufnahmen generieren lassen konnte. Schnell machten auf Twitter und Facebook die ersten Katzen-Mutantenwesen die Runde (man beachte den "Katzen-Beholder"!), und ein paar Tage bis Wochen lang waren die benutzergenerierten Katzen überall.

Der fehlgeschlagene Versuch eines schelmischen Selbstportraits wird zu "Cat Content"


Richtig spannend wurde es für mich dann, als basierend auf Pix2Pix das Projekt Invisible Cities vorgestellt wurde. Auch hier wird aus Strichzeichnungen ein fotoähnliches Bild errechnet, als Eingangsdaten wurden diesmal aber OpenStreetMap-Kartenmaterial und Google Maps Satelliten-Aufnahmen verwendet. Das Ergebnis: Es ist damit möglich, bestehende Stadtpläne (z.B. von Los Angeles) im Look von Venedig (oder umgekehrt) darstellen zu lassen. Oder eigene Fantasie-Städte zeichnen und daraus Luftaufnahmen kreieren zu lassen.

Moment mal: Fantasie-Städte? Richtig! Theoretisch könnte man damit eine Schwarz-Weiß-Zeichnung von Havena, oder Wehrheim, oder Gradnochsjepengurken nehmen, und sie im Stil einer realen Großstadt rendern lassen. Wie gesagt: Theoretisch! Unten sieht man mal, wie das für einen Ausschnitt aus Havena aussehen könnte. Oben links ist die Originale schwarz-weiße Stadtkarte aus der ersten Albernia-Box, rechts daneben die entsprechende Farbkarte. Die nicht-farbige Version habe ich darunter einmal mit dem Farbschema der OpenStreetMap-Karten nachgezeichnet, und damit das neuronale Netz beschickt. Unten rechts sieht man das Ergebnis: Unterfluren im Stile von Los Angeles!

Klar, besonders gut ist das Resultat nicht geworden: Die kleinen Straßen und Gassen Havenas haben in Los Angeles keine Entsprechung, und überhaupt will der Großstadt-Look so gar nicht zu unserer heißgeliebten albernischen Hauptstadt passen. Auch ist die Auflösung mit 256x256 Pixeln eher bescheiden ausgefallen (ich habe die einfach von dem Fassaden-Beispiel übernommen), und das Los Angeles Dataset bringt ohnehin schon keine besonders schönen Ergebnisse zustande, weil schon die Originalaufnahmen nicht sonderlich kontraststark und ansehnlich waren. Gerne hätte ich stattdessen das Venedig-Modell verwendet, habe aber leider nirgendwo mehr die notwendigen vortrainierten Daten oder die Rohdaten finden können. Falls einer von Euch weiß, wo man die noch finden kann, würde ich mich über eine Nachricht freuen.


Ein Ausschnitt aus der Havena-Karte in schwarz-weiß (oben links), in Farbe (oben rechts), im Stil von OpenStreetMap von Hand nachgezeichnet (unten links) und von Pix2Pix als Luftbild von Los Angeles generiert (unten rechts)


Natürlich ist diese generierte Karte auch nur der erste Schritt, denn mein eigentliches Ziel wäre es, ein neuronales Netz mit den beiden oberen Kartenarten (Havena schwarz-weiß -> Havena farbig) zu trainieren, und damit aus Strichzeichnungen wunderschöne vollfarbige Karten im Stil des leider viel zu früh verstorbenen Ralf Hlawatsch zu erzeugen. Die Kunst ist nur, dafür genügend Vorlagen zu finden, in passende Einzelbilder zu zerschneiden und damit einen Trainingslauf zu starten. Meine bisherigen Versuche sind leider bisher immer an schlechtem Bildmaterial, ablaufenden Trainingssessions und fehlender Nvidia-GPU gescheitert. Ich habe aber noch nicht aufgegeben: Sobald ich es mal geschafft habe, werde ich Euch die Ergebnisse natürlich hier präsentieren.

Falls Ihr Euch selbst mal an der Pix2Pix-Konvertierung versuchen wollt, kann ich Euch dieses Google Collab Workbook (oder auch dieses) empfehlen, das Euch Schritt für Schritt durch die Vorbereitungen, den Trainingsprozess und die Auswertung der Ergebnisse führt - und dabei komplett im Browser und auf Google Servern läuft, ohne dass Ihr irgendwelche Software installieren müsst. Sicher nichts für Technik-Phobiker, aber vielleicht habt Ihr ja wie ich auch Spaß an sowas. Schreibt mir, wenn Ihr schöne Ergebnisse herausbekommen habt, ich bin sehr gespannt was Ihr so zaubert!

2019 - GauGAN

In eine ähnliche Richtung wie Pix2Pix ging im März 2019 das von Nvidia entwickelte GauGAN, ein bilderzeugendes neuronales Netz, das aus dem SPADE-Paper hervorgegangen ist und nach dem französischen Künstler Paul Gauguin benannt ist. Wesentlicher Unterschied ist, dass die Normalisierungs-Ebenen des Netzes nun mit dem Eingangsbild für jedes Label separat antrainiert werden, um so Normalisierungsverluste zu vermeiden. Was, Du hast keine Ahnung, was ich mit dem gerade geschriebenen Satz meine? Keine Sorge, ich auch nicht. Klingt aber wichtig. Wer mehr wissen wollen, soll bitte das genannte Paper lesen. Was für uns hier nur interessieren soll: GauGAN kann aus einem Eingangsbild mit einigen farbigen Flächen ebenfalls annähernd fotorealistische Bilder berechnen, und das in einer deutlich besseren Qualität als Pix2Pix. Außerdem kann das Aussehen des resultierenden Bildes noch durch weitere Parameter optisch angepasst werden.

Wie das in der Praxis aussieht, kann jeder im netterweise direkt online verfügbaren GauGAN-Editor selbst ausprobieren: In einem primitiven Zeicheneditor skizziert man mit einfachen farbigen Pinseln eine Landschaft: Hier ein Berg, da ein Fluss, dort ein Baum. Aus dieser Skizze rendert GauGAN dann auf Knopfdruck ein oft ganz nett aussehendes Landschaftsbild. Die Stimmung des Bildes kann durch die Schaltflächen unterhalb modifiziert werden.

Als Demonstration der Fähigkeiten habe ich hier mal einen Ausschnitt aus einer Landschaftsillustration der kommenden Thorwalspielhilfe genommen (ich würde gerne den Künstler zitieren, weiß aber leider nicht wer das Bild gezeichnet hat - bitte verklagt mich nicht!), und habe versucht es mit GauGAN nachzuzeichnen. Das mittlere Bild zeigt die abstrahierte Zeichnung, die ich direkt in der Web-Oberfläche gezeichnet habe. Rechts ist das Resultat der Berechnung. Klar, es sieht nicht so aus wie eine von einem Künstler mühevoll gestaltete Illustration aus; dafür kann man es auf den ersten Blick durchaus mit einem Foto verwechseln.

Ein Ausschnitt aus der Bodirtal-Illustration der Thorwal-RSH (links), eine Skizze der Landschaft (Mitte) und das von GauGAN aus der Skizze generierte Resultat (rechts)

Insgesamt durchaus ein brauchbares Tool, um mal eben auf die Schnelle eine Landschaft zu skizzieren. Wenn das Ergebnis übrigens auf den ersten Blick nicht berauschend aussieht, solltet Ihr mal etwas mit den Stil-Tasten herumspielen oder direkt die Zufalls-Stil-Funktion benutzen. Manchmal kann das (wie bei obigen Bild) überraschend viel Gutes bewirken! Ist GauGAN ein Tool, das in Zukunft DSA-Landschafts-Illustratoren arbeitslos machen wird? Nein, keinesfalls, dazu sind die Ergebnisse noch nicht überzeugend genug. Ist GauGAN ein mögliches Werkzeug, um Illustratoren zu inspirieren und ihnen die Vorstellungen des Autors besser zu verdeutlichen? Unbedingt! Wer noch ein paar Inspirationen braucht, wie man GauGAN zur Inspiration und Konzeption einsetzen kann, sollte einen Blick auf dieses Video werfen.

2018 - StyleGAN

All die bisher präsentierten Projekte sind unzweifelhaft toll, spannend und inspirierend - aber es gab ein Projekt, das mir einfach aufgrund des unglaublichen WTF-Moments die Kinnlade runterklappen lies. Um zu verstehen, wieso mich dieses Projekt dermaßen umgehauen hat, werft bitte, bitte mal einen Blick auf die folgende Webseite. Und klickt mal auf Reload. Mehrfach.

So, wieder da? OK. Was haben wir gesehen? Ganz einfach: Gesichter. Viele Gesichter. Um genau zu sein: Unendlich viele Gesichter, wenn man nur oft genug auf "Neu laden" klicken würde. Denn diese Seite namen This Person does not exist macht genau das, was die URL verspricht: Sie generiert Bilder von Personen, die es so gar nicht gibt. Zufällig. Beliebig oft. In fantastischer Qualität! Geil, oder?

Allen diesen Personen ist etwas gemein: Sie existieren gar nicht und sind von StyleGAN generiert worden!


Gegenüber den bisherigen pixeligen Katzenbildchen war das ein unglaublicher Meilensprung: Erstmals konnte man hier wirklich von "Photorealismus" sprechen, und erstmals dürfte es sogar Experten schwerfallen, bei den hier generierten Bildern auf Anhieb eine Fälschung zu erkennen. Klar: Auch dieses neuronale Netz macht manchmal Fehler, und insbesondere bei Brillen, bei Personen im Bildhintergrund und bei den Augen gibt es manchmal offensichtliche Fehler. Aber im Großen und Ganzen ist die Qualität der generierten Fotos unglaublich gut!

Aber es bleibt nicht nur bei überzeugenden Zufallsbildern: Das zu Grunde liegende StyleGAN ist in der Lage (wie der Name schon andeutet) den Stil der Bilder zu verändern: So können Hautfarbe, Geschlecht, Ethnizität, etc. stufenlos geändert werden, ohne dass auch nur ein einziges der generierten Zwischenbilder unrealistisch aussehen würde. Ihr glaubt ich übertreibe? Dann werft bitte mal einen Blick in folgendes Video:




Cool, oder? Ich war jedenfalls vollkommen hin und weg von den Ergebnissen, und auch die Tatsache, dass die Technologie nicht nur für Portraits, sondern auch für PKW, Katzen und Hotelzimmer erfolgreich eingesetzt wurde, zeigte was für ein cooles Werkzeug wir damit auf einmal in der Hand hatten. Natürlich hätte ich Euch auch gerne ein Beispiel mit selbst antrainierten Datensätzen aus Aventurien oder so präsentiert - aber leider ist sowohl das Zusammensuchen geeigner Bildinhalte als auch die Rechenzeit zum Antrainieren prohibitiv teuer. Für das gezeigte Portrait-Dataset werden auf einer einzelnen Tesla-GPU satte 41 Tage Dauerbetrieb notwendig - für eine kleine Spielerei nebenbei deutlich zu aufwändig. Aber prinzipiell hätte ich es schon gerne: Ein Netz, das mit ALLEN DSA-Illustrationen der letzten 36 Jahre antrainiert wurde und mir bei Bedarf neue Yüce-Cover, neue Hlawatsch-Stadtpläne, neue Kramer-Portraits oder einfach neue Bilder von DSA5-Archetypen generiert! Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

2019 - ArtBreeder

Kommen wir endlich zu dem aktuellen Höhepunkt der Entwicklung, zumindest aus der Sicht eines Rollenspielers, was die Generierung von Illustrationen für den Spieltisch angeht. War StyleGAN ein technischer Meilenstein, der theoretisch großartige und absolut fotorealistische Bilder generieren konnte, ist ArtBreeder die praktische Implementierung dieser Technik in ein alltagstaugliches Online-Tool. Und ja, dieser ganze Artikel zielte eigentlich nur darauf ab, Euch dieses Tool zu präsentieren. Hätte ich mir also Tausende von Zeichen sparen können? Sicher! Aber der Lerneffekt wäre nicht so groß gewesen! Der Bildungsanspruch des Schelms ist also mal wieder erfüllt!

Was ist also nun dieses ominöse ArtBreeder? Es ist eine relativ simpel aussehende, aber unglaublich mächtige Webseite, die mit Hilfe von StyleGAN und BigGAN (ein Netz das Bilder aus Schlagworten generieren kann) Bilder generieren kann, und erlaubt, diese zu manipulieren. Um ArtBreeder nutzen zu können, ist eine einfache Registration erforderlich - aber keine Sorge, alle wichtigen Grundfunktionen sind komplett kostenlos. Darüber hinaus gibt es ein dreistufiges Abo-System, mit dem man mehr Bilder hoch- und herunterladen oder längere Animationen berechnen lassen kann. Für uns allerdings erstmal nicht so wichtig, ein kostenloser Account ist mehr als ausreichend.

Die einzelnen von ArtBreeder unterstützten Bildkategorien


ArtBreeder unterstützt momentan die Generierung von Bilder aus den folgenden Bereichen: Portraits, Landschaftsaufnahmen, Gemälde, Science FictionGanzkörper-Charakterbilder, Plattencover, Cartoon-Figuren und Anime-Charaktere. Außerdem gibt es noch den bereits im Vorgänger GANBreeder eingeführten, auf BigGAN basierenden General-Modus, der prinzipiell beliebige Bilder generieren kann, dabei aber nicht ganz so gute Ergebnisse erzielt wie die spezialisierteren, StyleGAN-basierten anderen Modi. Die einfachste Art ein neues Bild zu erstellen, ist eine der genannten Kategorien zu wählen und sich zufällige Bilder davon generieren zu lassen.


Mit den Schiebereglnern kann das generierte Portrait in ArtBreeder verändert werden



Aus den generierten drei Bildern kann eines ausgewählt und weiter bearbeitet werden. Dazu stehen ein großer Haufen an Schiebereglern bereit, mit denen einzelne Aspekte ("Styles") des Bildes angepasst werden können. So kann man Alter, Geschlecht, Haut- und Haarfarbe, Ethnizität, Kopfhaltung, Mimik, Bildeigenschaften, Bartwuchs und einiges mehr stufenlos verändern. Dabei sollte beachtet werden, dass Werte über +1 oder unter -1 meist nur zu numerischer Instabilität und zweifelhaften Ergebnissen führen. Beeindruckend ist, dass jede noch so kleine Änderung eines Wert zur kompletten Neuberechnung des Bildes auf dem Server führt, und dies mit kaum merklicher Verzögerung geschieht. So kann man in wenigen Minuten ein Meisterpersonen-Portrait nach Wunsch erstellen und in erstaublich guter Qualität von 512x512 exportieren. Wer eine noch höhere Auflösung braucht, kann zu den kostenpflichtigen Abonnements greifen.


Ein Portrait mit verschiedenen Settings für Alter, Fröhligkeit, Geschlecht, Asiatisch und Afrikanisch (von oben nach unten)


Das Herumspielen mit den Schiebereglern und das Staunen über die oft voll überzeugenden Ergebnisse ist schon faszinierend genug, und würde mich persönlich schon vollauf von dem Programm begeistern. Darüber hinaus bietet ArtBreeder aber auch noch die Möglichkeit, von dem aktuellen Bild zufällige Variationen zu erzeugen (Children) oder es mit existierenden Bildern zu mischen (Cross-Breeding). Auch kann man eigene Bilder hochladen und dann über die Schieberegler modifizieren, muss sich vorher aber auf einige Minuten bis Stunden Wartezeit einstellen, bevor das Bild in der immer vollen Upload-Server-Queue abgearbeitet wurde.

Seit Neuestem ist es für Abonnenten übrigens auch möglich, eigene Stile (d.h. Schieberegler) anzutrainieren: Man wählt einfach aus den eigenen öder den öffentlich verfügbaren Bildern diejenigen aus, die ein bestimmtes Bildmerkmal aufweisen, und benutzt dies zum Antrainieren eines neuen Klassifikators, der dann für neue Bilder verwendet werden kann. Ein praktisches Beispiel zeigt mein Selbstportrait, das je einmal im Stil eines Elfen, Zwerg, Shakagra und Thorwalers verfremdet wurde. Natürlich muss man dabei darauf achten, dass man alle anderen Bildelemente, die nicht in den Klassifikator einfließen sollen, variiert. Sonst macht man aus einem Klassifikator, der eigentlich Elfen erzeugen soll, gleichzeitig einen Klassifikator, der Männer in Frauen umwandelt, wenn man signifikant mehr weibliche als männliche Elfen zum Trainieren auswählt. So oder so: Ein spannendes und technisch faszinierendes Feature, das sehr schnell individuelle Ergebnisse liefert.


Der Schelm als Elf, als Zwerg, als Shakagra und als Thorwaler (von oben nach unten)


Wofür ich es bisher am Spieltisch eingesetzt habe? Natürlich zur Generierung von Meisterpersonen-Portraits! So habe ich für den Anfang der Drachenchronik-Abenteuer alle NPCs, denen die Helden begegnen, so gut es ging mit ArtBreeder nachzubilden versucht. Natürlich ist das nicht immer streng nach den Vorgaben des Abenteuers gelungen - aber hey, besser als die unzähligen tulamidischen Namen im Kopf zu behalten sind solche Meisterpersonen-Spielkarten allemal!

Meisterpersonen des Drachenchronik-Anfangs, portraitiert von ArtBreeder


Zu guter Letzt seien noch ein paar Beispiele für die Generierung von Landschaftsbildern gegeben, da man mit diesen auch sehr gute Illustrationen für Aventurien, Myranor oder andere fantastische Orte erzeugen kann. So habe ich im folgenden Beispiel versucht, zwei der Bilder aus der kommenden Regionalspielhilfe (oben) mit ArtBreeder nachzubilden (unten). Man sieht, dass man die grundlegende Bildstimmung zwar schon ganz gut emulieren kann, die Details wie rollende Felder, bewaldete Hänge etc. sich aber nur begrenzt einstellen lassen. Sicher kann man auch mit ArtBreeder Bilder erzeugen, die noch näher am Original liegen - aber da jede Schieberegler-Einstellung auch andere Bildelemente beeinflussen kann, ist es sehr schwer zu einem möglichst ähnlichen Ergebnis zu kommen (vermutlich auch ein Grund, warum der Upload von eigenen Bildern so lange dauert).

Illustrationen aus der Thorwal-Spielhilfe (oben) und der Versuch sie mit ArtBreeder nachzubilden (unten)


Man sieht also: ArtBreeder und vergleichbare Tools sind sicherlich (noch) keine Wunderwaffen, die schon bald alle Illustratoren arbeitslos machen werden. Jedes der gezeigten Bilder hätte ein fähiger Illustrator noch sehr viel besser und vor allem maßgeschneiderter hinbekommen können. Aber wenn man das Gesehene mit den pixeligen Katzen-Monstren von vor fünf Jahren vergleicht, sind die Erfolge der KI-Forschung schon beeindruckend. Und jeder darf sich gerne selbst mal überlegen, wohin eine solche Entwicklung in den nächsten zehn, zwanzig Jahren führen könnte. Terminator-verwüstete Landschaften oder einfach nur mächtige Werkzeuge für zukünftige Illustratoren, die dann in wenigen Minuten tolle Bilder kreieren können? Nur Satinav und Fatas wissen, was uns erwartet...

2020 - GPT-3 und AI Dungeon

Jetzt habe ich soviel über Neuronale Netze und Grafikgenerierung geschrieben, ohne dabei auf all die anderen spannenden Themen einzugehen, die uns die KI bietet. Zum Beispiel die Generierung von Text. Daher hier nur als kleines Schmankerl die Vorstellung einer Webseite bzw. Handy-App, mit der man sich interaktive Geschichten generieren lassen kann. AI Dungeon sieht auf den ersten Blick aus wie ein klassisches Text-Adventure, wie es Kinder der 1970er und -80er Jahre sicherlich noch kennen. Der große Unterschied: Die Abenteuer, die man in diesem "Spiel" erlebt, werden komplett vom Computer generiert! Als Technologie im Hintergrund wird GPT-3 verwendet, ein unglaublich mächtiges neuronales Netz zur Text-Synthetisierung, mit dem man beliebige Text weiterführen oder generieren lassen kann. Trainiert wurden die 175 Milliarden Parameter von GPT-3 mit riesigen Textmengen aus dem Internet, wodurch man mit diesem mächtigen Modell so ziemlich alle Texte von Blog-Beiträgen, Nachrichten, HTML-Seiten bis Erotik-Geschichten generieren lassen kann. Ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen (das wäre der Inhalt eines eigenen, sehr umfangreichen Artikels), sei hier nur eine kleine Geschichte wiedergegeben, die ich mit AI Dungeon erlebt habe. Alle fett dargestellten Textstellen sind von mir eingegeben worden, alle übrigen Texte stammen aus der KI. Viel Spaß beim Lesen! 

  • You are Alrik, a peasant living in a small village in the kingdom of Larion. You have a pitchfork and nothing else. You dream of getting out of your village and having an adventure. You go to your fields and begin working. You look up and see your mother watching you while she irons clothes.
    She begins to speak:
    "It's time for us to get you married, Alrik. Find a girl and settle down."

    > You say "OK, mum, I will travel to the capital to find a proper girl for me."
    You nod slowly and your mother replies:
    "Okay, I'll have the priest announce the news here in the village. Good luck, son."
    Your mother leaves and you continue working in the fields.
    That evening, I gather my belongings, say goodbye to my mum and neighbors, and begin my journey to the capital of the Middle Realms.
    You trudge the dirt road, passing by farms and villages, but no inns. Eventually, you settle into the fields and fall asleep.
    You are awoken in the morning by someone kicking you.

    > You say "Hey, why are you kicking me? Who are you?"
    You look up to see a soldier wearing leather armor. The soldier is a woman with flaming red hair who is pointing a bow at you.
    "My identity must not concern you. Follow me, it is not safe here!"

    > You say "Why? What is happening?"
    "Attack! Remain calm and head toward the city gate!"
    The soldier begins running and you follow her. You run, but don't manage to go far before you are surrounded by men with swords and axes.

    > You say "What is happening here? Who are you? Is there a war I know nothing about?"
    One of the men laughs and says:
    "No war, little fool. We're bandits! Hand over your valuables and your life might remainappiness."
    The man brandishes a dagger at you.

    > You say "I am a poor peasant, I don't have anything of value!"
    The man looks at you and shakes his head in disgust. He turns to his comrades and says:
    "Right, boys! We're sacrificing the girl!"

    > You say "Wait! What girl?"
    The man laughs and turns back to you.
    "She's the village idiot, isn't she? Nevermind, boy! Just hand over your money if you know what's good for you!"

    > You say "Here are my last 5 silver thalers, take it. But spare the girl!"
    The man snarls and says:
    "You want to buy the girl's life at the cost of yours? I think not! Come on, lads! Let's do 'im!"

    > You say "Wait! What? I gave you my money, and you want to kill me nevertheless? What kind of bandits are you?"
    The man thrusts his dagger into your throat.
    "The ungrateful kind, boy!"
    You collapse on the ground.

    > You pray to Praios.
    Your soul departs from your corpse.
    Golgari, the bird of death, appears and grabs your soul. Without a word, he flies with it over the Never Sea.

    > You wait till he carries you into Boron's halls.
    You wait patiently.
    Soon, you find yourself in front of the God of death. You kneel and bow.

    > You say "Oh great Boron, please have mercy on me. I am a mere peasant who wanted to travel to Gareth to find a girl to marry. What did I do wrong to earn such a tragic death?"
    BORON
    Greetings, Alrik the woodcutter. You have been a good servant so far and deserve to pass through the pearly gates of Boron's realm.

    > You say "Thank you, great Boron."


    > You say "Can you send me back to Aventuria, please? I am too young to die, I think."
    BORON
    Alas, I cannot. Your destiny lies elsewhere now. I shall send your soul back to Aventuria, though, and you can have a second chance at life.
    A portal opens, and your soul is sucked into it.
    You find yourself lying on the ground.

    > You look around.

    You are at the side of a dirt road that leads through a forest. It is midday, and the sun shines brightly through the trees.
    You stand up and look around.

    > You say "Hello? Is anybody here?"
    No reply.
    You notice a purse on the ground. It's made of cloth and is full of coins. The purse seems to be worth more than a few copper pieces, and looks valuable.

    > You take the purse.
    You open the purse and look inside.
    You find that the purse contains exactly 100 gold coins!
    The value of such a find is incalculable!

    > You say "Thank you, Boron. I will try to be worthy of your gift!"
    You hear an inner voice reply:
    "You are welcome, Alrik."
    And so Alrik travelled to Gareth. On the evening of the third day, the great city looms on the horizon. On the fourth day, he finds himself within the gates. He is safe. And so he started to find a nice girl to marry.

    > You leave the inn and explore the city.
    Gareth is the biggest city you have ever seen. Rows of houses and shops surround a large marketplace in the center of the city. People bustle along the streets, going about their own business.

    > You try to find a necklace to give to the girl. Whenever you find a girl to marry, that is.
    You go to the marketplace and wander the stalls. The merchants shout their prices, trying to attract customers.
    You find a girl selling flowers and buy a rose from her.
    "One copper piece, dear sir!"

    > You give here a gold coin and smile at her.
    The girl smiles back and hands you the rose.
    You go to the nearest tavern to celebrate your new-found financial success.

    > You buy a strong ale and a soup.
    The bartender gives you a foaming mug of ale and a large bowl of thick soup.
    You start eating your soup and drink your ale. It tastes awful, but it's alcoholic, so it's worth drinking!

    > You look around the tavern.

    The tavern is full of people socialising, eating, drinking, gambling and whoring. Men are laughing and the barmaids are serving drinks to them.

    > You look at the barmaids. Is there any girl you would want to marry?

    There are six barmaids, all serving drinks to patrons. The one dressed in red is the one with the largest bosom and she looks at you coyly as she walks past.

    > You invite the red barmaid to a drink.
    You wave the barmaid over to your table. She smiles and sits down with you.
    "Hello, sir! Do you want to buy a drink for me?"
    She looks expectantly at you.

    > You buy a drink for her and yourself.
    The barmaid sits with you for a while. As you are talking to her, she seems to be getting friendlier.

    > You say "Are you from Gareth?"
    She nods.
    "Yes, I was born here! I've never been outside the city walls."
    You haven't either. You were also born in the city.
    The girl looks slightly sad.

    > You say "Why are you sad?"
    The girl looks surprised that you can see that she is sad.
    "I'm not sad...just...oh, you wouldn't understand."
    She looks down at her drink.

    > You say "What is it? You can tell me if you have problems. I want to help you!"
    The girl looks up at you and smiles.
    "You really want to help me?"
    She looks hopeful.
    "Sure! We're in this together, right?"
    You look at her face.

    > You say "How can I help you? Do you need money? Is your mother sick? Tell me!"
    The girl looks down at the table.
    "You're so nice to me..."
    She opens her mouth to say something but then stops.
    "Tell me!"
    "Nevermind...you're so nice to offer."
    The girl downs the rest of her drink in one gulp. She is a little drunk now.

    > You say "Please tell me. I will do everything I can to help you."
    The girl looks at you and thinks for a while.
    "Promise you won't laugh?"
    You nod.
    "I want...to be a barmaid."

    > You say "But.... you ARE A BARMAID!"
    "No! I mean, I want to work at the Golden Goose Inn. It's so beautiful and so..."
    The girl looks around and then whispers.
    "...classy."

    > You say "So you don't like it here?"
    "No! Well, the people are nice but...."
    The barmaid looks around nervously.

    > You say "I understand. Do you want me to talk to the owner of the Golden Goose inn to give you a job as barmaid?"
    The girl smiles.
    "Thank you! Thank you!"
    She kisses you on the cheek.
    The girl stands up and looks at you.
    "I have to go now."

    > You say "OK, I will ask him. See you later!"
    The girl smiles shyly at you.
    "Goodbye, sir."
    She gives you a small curtsy and leaves.
    You stay at the tavern a little longer, enjoying your food and drink.

    > You leave the tavern and find the Golden Goose inn.
    The next morning, you wake up late and you feel slightly ill.
    You go to get your sword but it is missing. You walk downstairs to find your innkeeper mother preparing some bread and soup for you.

    > You say "Can you tell me where to find the Golden Goose inn?"
    Your mother turns around and smiles.
    "Of course, silly! It's just down the street, to the right."
    "Thank you!"
    You quickly eat the bread and soup before running out of the door.

    > You look at the Golden Goose inn.
    You look at the inn. It is built from wood, with a thatched roof. The windows are surprisingly clean, not like the other inns you have seen. There is a sign hanging over the door.

    > You read the sign.
    The sign says "The Golden Goose". There is an arrow below the writing, pointing to the door.
    There is a small line of people outside the inn. They look at you and then look away.

    > You enter the inn.
    You walk into the inn, and smell delicious food. You look around and see a large wooden bar on the right hand side of the room. There is an old man behind it, who looks up at you and smiles.

    > You talk to the man.
    "Hello," the innkeeper says.
    "I want to talk to the owner of the inn."
    The old man nods.

    > You say "There is a nice girl who wants to be a barmaid here. Do you have any vacancies?"
    The owner says nothing. He walks away from you and goes into the kitchen. You hear him shout "Alice!"
    After a few moments, a young woman appears in the doorway of the kitchen and looks at you.

    > You say "There is a nice girl who wants to be a barmaid here. Do you have any vacancies?"
    The woman looks at you, surprised.
    "Um...I'll have to ask my husband about that."
    She walks away and goes back into the kitchen.

    > You wait for her return.
    After a few minutes, the owner appears again. He is carrying a plate of cooked meat and vegetables.
    "Here."
    He hands you the plate.

    > You say "Thanks, but I wanted to ask about a job for this girl I know. She is really cute and wants to work here."
    "Sure. Anything for you, no questions asked."
    The owner gives you a key and shows you to your room.
    "Make yourself at home," he smiles.

    > You say "What? No, I don't need a room here. Just a job for this girl."
    You hear the owner laugh loudly.
    "We don't need anymore barmaids! Now, you have a nice room and food, so enjoy it."
    He turns away and locks the door behind him.

    > You say "This is getting more ridiculous by the minute! I have to get out of here!"
    You hear the innkeeper shout "Good luck!" through the door.
    You try and open the door, but the lock won't budge. You are stuck in your room.

    > You say "Jump out of the window."
    You jump through the window.
    You break a leg in the jump, and are now stranded in the middle of nowhere with no transport home.

    > You try to find the barmaid again.
    You limp towards the tavern.
    You walk inside the tavern and feel the warmth of the fire. You see the barmaid immediately. She seems to be enjoying her drink.
    You walk over to her table.

    > You say "Sorry, he does not want to give you a job. I tried everything until he locked me in a room. I had to leap out of the window to escape. It was very strange."
    The barmaid looks shocked. She speaks rapidly in Albernian. You don't understand a word she is saying.
    You both hear a faint buzzing noise coming from the roof of the tavern.

    > You say "What is this noise?"
    The buzzing gets louder. You see a black dot in the sky getting closer and closer.
    The barmaid screams and ducks under the table.
    "A dragon!" she shouts.

    > You say "A dragon? Here in Gareth? What is going on?"
    The dragon lands on the tavern roof. Its red scales glisten in the sunlight.
    You see a large gap in the dragon's jaw, filled with pointed teeth.

    > You crawl under a table.
    You crawl under the table, away from the dragon.
    The tavern is now empty except for you and the barmaid. The dragon rips through the roof, tearing wood and thatch into large pieces of debris.

    > You say "Run for the door! We have to get out of here!"
    The barmaid nods, and you both crawl across the floor towards the door.
    The dragon breathes fire, and the thatch walls of the tavern are set alight.

    > You say "Run!"
    The fire is now spreading quickly. You see the door to the tavern, but it is too far away. Even if you ran at full speed, the fire would kill you before you could reach the door.

    > You say "Efferd, help us!"
    The fire quickly engulfs the room. You and the barmaid are now surrounded by flames.
    The dragon's shadow darkens the tavern. The dragon stands over you, breathing fire.

    > You pray to Efferd for some rain.
    Efferd answers your prayer. You look up to see rain falling from the sky. The rain quickly douses the flames.
    You crawl away from the fire and towards the exit of the tavern.

    > You say "We have to get to the old residence to warn the Emperess. She will know what to do!"
    You crawl out of the tavern and into the street. The rain has stopped, but the thatched roof of the tavern continues to burn. You are surprised that no-one has come to put out the fire.

    > You run to the old residence.
    You run through the streets of the town. The barmaid follows behind you.
    You turn a corner and trip over a hose. You hit your head against the cobblestones, and lose consciousness.
    You wake up to see the barmaid standing over you. She uses water from a nearby bucket to wet your face.
    "Are you alright?" she asks.
    You nod, and get to your feet.

    > You say "Where is the old residence?"
    "It is just down the road, next to the town square," she says.
    You feel a wave of nausea as your head hurts. You can see a large lump forming where you hit it.

    > You say "Then let's hurry before the dragon turns up again!"
    "The dragon!" she shouts. "We need to warn everyone about the dragon! Everyone needs to evacuate!"
    You run down the road towards the town square as fast as you can. Your head pounds with every step.
    Alrik and the barmaid arrive at the old residence just as the dragon starts to attack it. The palace guards flee.
    The dragon's shriek is terrifying. You cover your ears, but the noise still penetrates your mind.
    Alrik pulls his sword from its sheath and charges at the dragon. The guards watch in awe.

    > You attack the dragon's feet.
    You strike the dragon's foot, and it hisses angrily. It tries to crush you with its talons, but you roll away in time.

    > You strike again.
    You swing your sword, slicing through scales and flesh. The dragon shrieks in pain, and swats you with its tail. You fly through the air, and hit the palace wall.

    > You pray to Rondra.
    Your prayer is answered, and the dragon's tail slips away. You hit the wall, but you are alright.
    You run along the palace wall to avoid the dragon's attacks.

    > You say "Hide in the palace!"
    The dragon swoops down and sets part of the palace alight with a blast of fire. You hide under a window.
    You hear voices inside the palace.
    "Help! Let me in!"

    > You smash the window and climb in.
    You pick up a nearby vase and throw it at the window. The vase shatters, and you climb through the window into the palace.
    The palace is ablaze.

    > You say "Where is the Emperess?"
    "She is trapped upstairs, but I don't know how we get there!"
    You see a figure run past the window.
    "Wait! Come back here!" you shout.
    "Who are you?"

    > You say "We have to save the Emperess!"
    Your rescuer's name is Leena. She is a servant girl, and has no weapons or combat training.
    "But there is a dragon outside!" she says.
    "I will protect you."

    > You say "Where is the barmaid?"
    "She is outside. I think she is dead."
    You are about to reply when there is a crash. The door explodes into the room, and part of the wall collapses. You are surrounded by flames.

    > You run upstairs to the Emperess Rohaja.
    The stairs collapse as you try to cross them. You fall through the floor and land in a pile of hay.
    You hear the dragon shriek outside.
    "Come on!" says Leena.

    > You climb the stairs.
    You see a group of guards rush into the room. They wear scarves around their face to protect them from the smoke.

    > You run to the Emperess.
    You run upstairs, into a room filled with golden statues.
    "There she is!" you hear someone shout. You see the figure of the empress, sitting in a golden throne.

    > You say "Emperess Rohaja, we have to get out of here! Where is your husband?"
    Emperess's face is contorted with fear and sadness.
    "He...he's dead," she says.
    "Where is your child?" you ask.
    "They took him!" she cries, desperately.

    > You say "Who took your son?"
    "Answin's minions! They took my son to blackmail me!"
    "Where is your husband?"
    "He is dead. He was...murdered."

    > You say "And who murdered Rondrigan Paligan?"
    "An...enemy. He was trying to kill me, but my husband took the blow."
    "We need to get out of here!" you say.
    "We can't," says the empress.

    > You say "Why not?"
    The empress points to a portrait of a young man, surrounded by several paintings of flowers.
    "Who is that?" you ask.
    "My son," says the empress.

    > You say "Where is he?"
    "I sent him away. Far away. He is safe from...this."
    You see a painting of the empress, standing with a young boy. The two of them are in a garden.

    > You say "Your majesty, we have to leave! The dragon will probably attack again!"
    "I can't," she says.
    "We must escape!" you say.
    The empress says nothing.
    The castle shudders as the dragon lands on it again.

    > You grab Rohaja and run for the door.
    You grab the empress and pull her towards the door. You open it, and are faced with a crowd of shouting guards, standing just outside.
    "They're back here! The empress is trapped!"

    > You say "Is there a secret passage to escape?"
    "No. There is no escape from my life."
    A guard breaks through the crowd and heads towards you with a drawn sword.
    "Your highness!" he says, kneeling. "We have to get you to safety! We must leave now!"
    "I'm...afraid I cannot go with you, Captain," she says.

    > You say "Yes, you can. You will be safe with us. We HAVE to leave!"
    "I'm sorry, Captain, but I have to stay and...and..."
    "Please, your highness, your life is in danger!" says the captain.
    "There...is no way out for me," says the empress.
    The castle shakes as the dragon lands on it again.

    > You say "I will find your son and get him to safety. Now please leave, your highness!"
    "Yes," says the empress. "Find my son. He will be in the elm cabinet."
    The captain pulls the empress up and throws her over his shoulder.
    "Follow me!"

    > You run to the elm cabinet.
    You follow the captain and the empress to a small room, filled with paintings.
    "In here!" calls the captain.
    Behind one of the paintings is a secret door. The captain pulls it open.

    > You enter the passage.
    The passage is narrow and dark. The captain leads the way, carrying the empress over his shoulder.
    "Hurry up!" he shouts.

    > You say "Where is the elm cabinet?"
    "It's a secret door, in the room with all the paintings!" says the captain.
    You see a small gap at the top of the passage. Light is shining through it.
    "We're almost there!"

    > You say "Albiron! Are you there?"
    A face appears in the gap.
    "I'm here!" it says.
    "We're coming out!" you say.
    The captain pulls down the secret door, and helps the empress to her feet.

    > You say "Your mother is in danger! We have to get her out of here!"
    "What?" he asks.
    "The empress...she...I'll explain later! We need to get her to safety!"
    The exit from the passage leads into an empty room.
    "This way!"

    > You try to find an exit and leave the palace.
    You find a small door. It is locked.
    "I've looked everywhere, there's nowhere to go!" says Albiron.

    > You smash the door!
    "What are you doing?" asks Albiron.
    "I'm getting us out of here!" you say, as you smash the door open.
    You find yourself in a courtyard, with a statue at the center.

    > You run to the stables and saddle some horses.
    "Come on!" you say, mounting your horse.
    "Where are we going?" asks Albiron.
    "We need to get out of the city! Ride!"

    > You say "Empress Rohaja, please get on the horse. We have to leave quickly!"
    "The palace is under attack..." she begins.
    "Yes! We need to get you away."
    "I'm not going anywhere."
    "Please! Get on the horse!

    > You pull her on the horse and give the horse a clap.
    The horse trots forward, but the empress stays behind.
    "I'm not leaving my city!" she says.

    > You say "How can anyone be so stubborn! Get on the horse! NOW!"
    "No!" she says, as a fireball flies over her shoulder and into the sky.
    You jump backward, away from the horse. The horse rears up and lets out a terrified neigh.
    Where did the fireball come from?
    "I'm not going anywhere!" says the empress.
    Another fireball flies at you, and you roll out of the way so as not to get burned.
    "Stop! There's no need for this!"

    > You pull the emperess into safety.
    You grab the empress's hand and pull her to you.

    > You say "Who threw those fireballs?"
    "I did," says a voice.
    You turn to see a tall, hooded man. His face is gaunt and skeletal, his eyes cold and lifeless. It looks like death itself has come for you.

    > You say "W-w-w-ho are you?"
    "My name is Al-Sayil. I am the king of the Afrits."
    You see Albiron hiding behind the horse, with another Afrit standing next to him.
    "We had a deal!"

    > You say "What deal?"
    "I was promised the empress. I do not want her tainted with your filth."
    You turn to the empress.

    > You attack the fiend and slay him with the sword.
    Your rage overtakes you. You draw your sword and jump at the Afrit.
    You land on top of him, and stab downwards with all your might.
    The sword pierces his flesh and you push it further until it pierces his foul heart. You pull it out and the Afrit falls to the ground, dead.

    > You say "You are safe, now. He was the source of this evil. Without him, the dragon won't attack anymore. The city is safe!"
    The empress looks at you, a mix of emotions playing across her face.
    "What...what are you?" she asks.
    "Empress! Are you safe? We have won the day!"

    > You say "I am just a simple peasant, and I came here to find a pretty little wife."
    "You are a hero!"
    "Nonsense!" you say, your face flushing red.
    The empress's soldiers find you and escort you back to the palace.
    That night, the empress has a huge feast prepared in your honor. You drink wine and eat turkey and lamb. The empress's servants bring you new, clean clothes to wear. Albiron stands to one side, trying his best not to look jealous.
    You eat until you are full, then take your leave so you can sleep the delicious food off. You fall asleep, a smile on your face.
    When you wake up, you are treated to an explosion of light and a symphony of sound. You sit up and rub your eyes.
    You are in a bed that is finer than anything you have ever seen. You stand up, and find your vision swims. A servant enters the room before you can fall over.
    "You are awake, sir! You must be famished. Please, follow me."
    The servant leads you to a table filled with food of every kind and color.

    > You eat.
    You eat until you are bursting, then follow the servant out of the room.
    "The empress will see you now."
    You follow the servant through the halls of the palace. They are covered in beautiful paintings and statues of gold. You have never seen anything quite so magnificent.
    "Here we are!"
    The servant pushes open a pair of golden doors, leading into a massive room with dozens of bookshelves. In the center of the room is a bookstand, and behind it sits the empress. She is much younger than you expected, barely older than you.

    > You say "Good morning, your highness. I hope you are well after yesterday's mayhem?"
    "Ah, my savior! Yes, I am well. Thank you for asking."
    She smiles at you, and you are shocked to see how beautiful she is. None of the paintings did her justice.

    > You say "Why did you call me here?"
    "I just wanted to thank you for saving my life. The world is filled with so much hate. It's good to know there are still people willing to do something selfless."

    > You say "It was nothing your highness. As I mentioned, I only came to Gareth to find a girl to marry."
    The empress laughs.
    "I suppose you'll be leaving then?
    "Actually, I was hoping I could stay in the palace until I found someone. I don't want to be a bother. I can find work and earn my keep until I leave."
    "You want to stay here?"
    "Yes, your highness. I would prefer it over a dingy old inn any day."
    "Well...I suppose you did save my life. We do have a lot of extra rooms in the palace. I guess you may stay."
    "Thank you, your highness."
    You stand to leave, bowing before you do.
    "You may visit me any time you wish," the empress says.

    > You say "Thank you, your highness. You are very kind."
    You leave, and walk through the palace halls.
    "She was so much more beautiful than I imagined." you say to yourself.
    You spend the next few days exploring the palace.

    > You try to find the barmaid.
    You make your way to the kitchen, cursing your luck.
    "This is stupid. I'm leaving." you say.
    You walk out of the palace and into town, looking for the tavern you visited before. It takes you a few hours of searching, but you eventually find it.
    You go inside, to find the barmaid from before. She is there, sweeping the floor. You walk up to her.

    > You say "Thank the twelve gods! You are safe! I thought the dragon killed you!"
    She glares daggers at you.
    "I don't have time for this, I'm working!" she shouts, and continues sweeping.

    "Excuse me! I just saved your life!"

    > You say "I am sorry I left you. I had to try to save Emperess Rohaja. I... am glad you are safe. Because... you.... ehm... you are very beautiful."
    You quickly say, before she can shout at you again.
    She immediately stops shouting. Her eyes grow wide and face turns red
    "You... you think I'm beautiful?" she asks.

    > You say "Yes. You are beautiful. I think you are the most beautiful girl I ever saw. And it only took an encounter with a dragon to realize it!"
    The barmaid giggles.
    "You think I'm beautiful, and you're just leaving to go find a girl to marry? How could anyone be so stupid?" she asks, laughing.
    "I know!"

    > You say "Look... I wanted to ask... if you don't mind... do you want to marry me?"
    She glares at you.
    "What? Just because I'm the first girl you saw after escaping a dragon, you think I'm the love of your life?" she asks.
    "Well... yeah!"

    > You say "Do you?"
    "Maybe I do! But that's not the issue here. You just met me! There's plenty of pretty girls in the world. Why not one of them?"
    "None of them are you."
    She continues to glare at you.
    "Listen... if I agree to this, will you leave me alone?" she asks.
    You nod.
    "Fine! Yes, I will marry you!"

    > You say "May I... kiss you?"
    The barmaid smiles.
    "Go ahead," she says, smiling.
    You lean in and give her a small peck on the lips.
    "That was it?" she asks, rather disappointed.

    > You kiss her again, properly!
    This time, your lips linger on her face for a bit longer.
    "That was nice," she says.
    You both lean in again, and share a passionate embrace.
    And so it happened that Alrik, the peasant, met the barmaid who turned out to be the love of his life. And they lived happily ever after!
    THE END

Findet das noch jemand so eindrucksvoll wie ich? Anhand einiger weniger Hintergrund-Infos (Aventurien ist ein Kontinent, Gareth die größte Stadt des Mittelreichs, Kaiserin Rohaja herrscht über das Mittelreich, die Zwölfgötter heißen...) hat die KI die komplette Geschichte nur anhand meiner wenigen, in die richtige Richtung schubsenden Befehle geschrieben. Es war die KI, die sich den Ausflug zum Totengott ausgedacht hat, und mich danach mit Hundert Dukaten irgendwo im Wald abwarf. Die KI verstand die Doppelbedeutung des Wortes Vacancies falsch (Stellenangebot / freies Hotelzimmer) und sperrte mich in das Zimmer ein. Die KI erfand den plötzlichen Drachenangriff, und die KI hat sich trotz meiner wiederholten Versuche dagegen gewehrt, Rohaja mit mir aus dem Schloss fliehen zu lassen. Die KI hat auf einmal den Bösewicht auftauchen lassen, und es war die KI, die am Ende ein Festbankett zu meinen Ehren veranstaltet hat!

Klar, es gibt natürlich auch eine Menge unlogischer Passagen, vergessener Informationen und unsinniger Antworten. Lustigerweise sogar ein paar Rechtschreibfehler. Wenn man aber überlegt, dass der Computer sich 80% des Textes ausgedacht hat, ist das schon beeindruckend. Probiert es doch einfach mal selbst aus und erlebt mit AI Dungeon Eure eigenen Abenteuer! Vielleicht ist auch für Euren Spieltisch die eine oder andere Inspiration dabei!

Das Fazit

Da will der Schelm mal eben einen kurzen Artikel über so ein einfaches Thema wie neuronale Netze schreiben, und schon sind wir wieder bei fast 60.000 Zeichen angelangt. Ja, es gibt viel zu erzählen zum Thema Künstliche Intelligenz, und ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Eindruck davon vermitteln, was mit Deep Learning und Generative Adversarial Networks heutzutage schon möglich ist, wo die Reise hingehen könnte und wo die Grenzen der Technologie noch liegen. Gleichzeitig sei aber auch nochmal betont, dass jeden Tag neue tolle Paper und wissenschaftliche Abhandlungen zu diesem Themenbereich erscheinen, und sich kaum ein Technologiethema in den letzten Jahren dermaßen dynamisch weiterentwickelt hat. Insofern lohnt es sich immer, nebenbei die Augen aufzuhalten, und sich zu fragen, wie die neuen Technologien vielleicht auch mein Leben als Rollenspieler verändern könnten.

Nein, wir werden nicht in fünf Jahren von einem Computer durch die Geschichten geführt werden, und es wird noch viele Jahre dauern, bis Computer menschliche Spielleiter theorerisch vollwertig ersetzen können, und uns durch spannende Abenteuer, rein generiert durch gradientenbasierte Optimierungsverfahren oder ähnlich trockene Mathematik, führen werden. Bis dahin - wenn wir diesen Tag überhaupt erleben werden - wird es sie auch weiterhin geben, die Spielleiter, die Illustratoren, die Autoren, die sich für uns fantastische Welten und Abenteuer ausdenken, und uns nur mit Papier, Bleistift und Würfel hindurch begleiten werden. Und einer Sache bin ich mir ganz sicher: Eine KI wird niemals in der Lage sein, Chips am Spieltisch in sich reinzustopfen, Colagläser über Heldendokumente zu verteilen oder sich wie ein Kind über eine glückliche Doppel-Eins beim verzweifelten Endkampf gegen den Paktierer zu freuen.  Preiset die Schönheit der Welt!

Kommentare

  1. Wow.
    Vielen Dank für den Artikel und die Links.
    Viel gelernt und inspiriert worden.

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  2. Einerseits sehr interessant, andererseits auch absolut erschreckend. Klar, es braucht viel (GPU/ASIC)-Rechenleistung, und Mustererkennung ist nach wie vor sehr fehlerhaft. Aber es gruselt einen. Da sind die mathematischen Forscher mal wieder ganz sorglos rangegangen und haben sehr kurzsichtig weitergearbeitet. Man ist fasziniert von den Entwicklungen, die man da anstellt. Aber das Mißbrauchspotential als auch die psychosozialen Auswirkungen, da denkt mal wieder keiner dran.
    (Abgesehen vom Überwachungskram den diese ganze biometriegerechte Parserei so mit sich bringt) Was hat Kunst denn eigentlich noch für einen Wert? Eine ganze "Klasse Menschen" wird durch Maschinen ersetzt. Wenn wir noch 3d-Drucker anschließen braucht es auch keine Bildhauer mehr. Kunst entsteht durch Rechenleistung, Mal/Zeichen/Fotokünstler braucht es nicht mehr. Galerien werden ins Netz gestellt, die nur von einem Neuronet gemacht wurden. Bücher schreiben sich "von alleine" (Calliope 2.5 oder wie sie hieß? Die besteste und beliebteste Schriftstellerin der Welt!) Menschliche Arbeit wird entwertet, die Fähigkeiten verkümmern, es wird eine Idiocracy. Und wenn wir schon bei der Sache sind: Menschen WOLLEN arbeiten. Rumliegen und "gebratene Tauben" in den Mund fliegen lassen ist 3 Wochen schön, aber Menschen wollen nützlich sein, etwas machen. Kreativ sein.
    Doch die Maschine liefert schneller mehr output als ein Mensch das könnte. Also: überflüssig.

    Da sollte man mal drüber nachdenken.
    *winke*
    Adarion

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  3. Der Link ganz oben verweist auf eine andere Ausgabe der Schelmschau, die vom 25.01.12021, wo das Thema Kartenerstellung war.

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